VIAGRA AUS DEM WEB? VORSICHT!

Viagra ist teuer - also kann man mit der blauen rautenförmigen Liebespille viel Geld verdienen. Längst nutzen clevere Dealer alle möglichen Schlupflöcher, um den rezeptpflichtigen Glücksbringer in Sachen Erotik an den Mann zu bringen. Doch Vorsicht: Nicht in allem, was blau und rautenförmig ist, ist auch Viagra drin.

Gefälscht werden nicht nur Designer-Jeans und Rolex-Uhren, sondern auch die Liebespille. Suchmaschinen im Internet führen dann zu dubiosen Anbietern, die Kreditkarten belasten und Ware versenden. Nicht selten stellt sich jedoch die erhoffte Wirkung nicht ein, weil es sich eben nur um ein „Placebo“ handelt, ein raffiniert verpacktes Scheinmedikament gegen Erektionsstörungen.

Die Mehrzahl der Internet-Anbieter bieten freilich das echte Produkt mit dem Wirkstoff Sildenafil an. Bevor man ordert, sollte man allerdings seinen Arzt fragen. Wenn Viagra nämlich gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln eingenommen wird, kann es möglicherweise zu gefährlichen oder sogar lebensbedrohlichen Nebenwirkungen kommen. Gefährdet sind insbesondere Männer mit Herz- und Kreislaufproblemen.

Ein knapp gehaltener Questionnaire des Viagra-Dealers, ein auskunftheischender Fragebogen, ersetzt die persönliche Beratung beim Arzt niemals. Hinzu kommt, dass Impotenz mannigfaltige Ursachen haben kann, so z.B. Diabetes, nervöse Störungen oder organische Schäden.

Internet-Viagra ist übrigens praktisch ebenso teuer wie das Rezeptprodukt aus unseren Apotheken. Ein Gang zum Arzt lohnt sich deshalb, meist zahlt ja die Krankenkasse ohnehin.