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Viele
Grüße, Ihre Dr. med. Gisela Rauch-Petz

ZUVIEL
STRESS – WAS
KANN ICH TUN?
Frau
Beate S. (43) aus Neu-Isenburg: „“Ich
fühle mich total gestresst, weiß mir nicht mehr zu helfen.“
Frau
Dr. Gisela Rauch-Petz antwortet: Stress ist nicht gleich Stress.
Die Natur
hat in der Entwicklungsgeschichte dieses Phänomen
eingeführt, um hochentwickelte Lebewesen, wie Säugetiere
und auch uns Menschen, leistungsfähig zu machen, ihnen effektive
Flucht- und Kampfreaktionen zu verleihen. Krank machender Distress
entsteht, wenn wir die Arbeit als Belastung empfinden, gesunder
Eustress hingegen, wenn uns die Auseinandersetzung mit den Anforderungen
des Alltags Spaß bereitet.
Der
erste entscheidende Schritt ist die Bereitschaft, über
die Dinge nachzudenken, die uns Stress bereiten. Am besten,. Sie
nehmen sich etwas Zeit und schreiben alles auf, was Sie unter Druck
setzt. Danach ordnen Sie die Stichpunkte nach Wichtigkeit. Die drei
schlimmsten Stressauslöser gilt es jetzt abzuarbeiten. Nur
wer seine Probleme genau analysiert, hat die Chance, seine Stressprobleme
in den Griff zu bekommen.
Zum
Anti-Stress-Programm gehört vor allem, Wichtiges von Unwichtigem
zu unterscheiden und – wenn möglich – Arbeiten
zu delegieren, also nicht alles selbst zu machen. Je höher
der Arbeitsdruck, desto mehr Ruhephasen brauchen Sie. Nehmen Sie
sich jeden Morgen drei Minuten Zeit, um zu überlegen, was
Sie erledigen werden und was liegen bleiben muss.
Meditation
ist ein Hilfsmittel, sich von stressbedingtem Druck zu befreien.
US-Psychobiologinnen geben folgenden Tipp: ganz allein
in die Natur oder in einen Park gehen und 20 Minuten lang völlig
in sich versunken
- dem Murmeln eines Baches lauschen, oder
- beobachten, wie Wolken am Himmel dahinziehen, oder
- Vögeln beim Zwitschern zuhören, oder
- Zusehen, wie Baumwipfel sich im Wind wiegen, oder
- Ganz einfach nur auf eine grüne Wiese gucken.
Dabei wird das so genante parasympathische vegetative Nervensystem
aktiv, das Gefäße erweitert, Herz/Kreislauf und Hirntätigkeit
beruhigt. Schon nach 20 Minuten gehen man entspannt, beruhigt,
aber
auch vitalisiert nachhause.
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