WINTERDEPRESSIONEN
Viele Menschen leiden in dennasskalten Herbst- und Wintermonaten an Melancholie, Verzagtheit und depressiven Verstimmungen. Die Ursache: Die Sonne steht tief am Himmel, liefert kaum belebende UV-Strahlen für einen optimalen Stoffwechsel. Außerdem sind die Reserven der Körperzellen jetzt ausgeplündert an vitalisierenden Spurenelementen, Eiweißstoffen und Vitaminen. Der Winter ist ja eine eigentlich stressarme Zeit für alle Lebewesen und auch für Pflanzen. Wir Menschen aber kommen selbst in diesen Wochen nicht zur Ruhe. Unrast, Terminhektik und mentale Belastung gehen unvermindert weiter.
Ganz klar, dass unseren Gehirn- und Nervenzellen jetzt die nötigen Rohstoffe fehlen, um daraus so genannte Neurotransmitter zu produzieren, stimmungsaufhellende Substanzen wie Serotonin oder Dopamin. Die Folge: Wir neigen zu Lustlosigkeit, sind oft chronisch müde, pessimistisch, nicht selten trübsinnig. Derlei Gemütsphasen sind aber um diese Zeit ganz natürlich. Im Frühjahr, wenn die Sonne wieder höher steht und ihre belebenden Strahlen zur Erde schickt, werden Winterdepressionen rasch überwunden.
Kalifornische Biochemikerinnen haben einen tollen Tipp parat, um die Psyche wieder in optimistischen Schwung zu versetzen: spätabends, unmittelbar vorm Schlafengehen, ein Häppchen Eiweiß pur zu sich nehmen, ca. 30 Gramm Fisch, mageres Fleisch oder Geflügel ohne Haut. Vegetarier dürfen Tofu nehmen. Dazu den Saft einer frisch ausgepressten Zitrone trinken. Daraus bastelt das Nervensystem nachts Glückshormone, morgens, nach dem Aufstehen, fühlt man sich schon besser. Einfach mal ausprobieren!
