WIEVIEL SOLL MAN TRINKEN?
Eine Faustregel besagt: täglich soviel Flüssigkeit zu sich nehmen, dass der Urin stets hell, möglichst wasserhell bleibt. Viele Ärzte oder Gesundheitsexperten empfehlen eine Flüssigkeitsaufnahme von zwei ein halb oder drei Litern pro Tag. Bei gesunder Ernährung ist dies aber nicht nötig. Unsere Vorfahren, die Neandertaler, haben niemals jeden Tag drei Liter getrunken. Und unser genetisches Bedürfnis nach Flüssigkeit hat sich seit jener Zeit überhaupt nicht verändert.
Wahr ist freilich: Wer viel Fleisch isst, muss mehr trinken, um die oft ungesund massiven Rückstände bei der Eiweißverwertung über den Harn auszuscheiden. Eine Sonderrolle spielen dabei so genannte Purine, eiweißähnliche Substanzen aus den Zellkernen im Fleisch. Wenn die nicht ausreichend ausgeschwemmt werden, können sie die zwei Millionen hochempfindlichen Nierenfilterchen verstopfen. Beschwerden, Krankheiten (wie z.B. Nierenleiden, Gicht) können die Folge sein.
Wer viel Obst und Gemüse isst, die bis zu 90 Prozent aus Wasser bestehen, deckt bereits einen großen Teil seines Flüssigkeitsbedarfs – und gleichzeitig seinen Bedarf an Vitaminen, Spurenelementen usw. Das gesündeste Wasser steckt in Orangen, Melonen, Äpfeln, Kiwi oder in kurz gegartem Gemüse. Darüber freut sich unser Organismus mehr als über literweise heruntergespültes Mineralwasser. Der wasserhaltige Nahrungsbrei aus Obst, Salat, Rohkost und Gemüse verweilt nämlich länger im Dünndarm, so kommt es zu einem anhaltenden Flüssigkeitszustrom durch die Darmschleimhaut ins Blut und zu den Zellen. Die Folge: Mann ist schneller satt und hat weniger Durst.
