GESUNDHEITSTIPPS

 

VORSICHT, FRÜHLING!

Die ersten herrlich-warmen Sonnentage eines jeden Jahres bringen auch Gefahren mit sich. Allzu sorglos befreien sich viele Zeitgenossen von lästig-schwerer Winterkleidung. Weg mit langen Unterhosen, Wollmützen, Schals, Handschuhen und der Winterbettwäsche. Schon füllen sich die Straßencafes mit Menschen in luftigen Kleidchen und T-Shirts, um die Frühlingssonne zu genießen.
Auf derlei Leichtsinn freuen sich besonders die immer noch allgegenwärtigen Grippeviren und Erkältungsbakterien. Sie sind ja ohnehin im Nasen- und Rachenraum stets präsent, werden aber meist von einem gesunden Immunschutz in Schach gehalten. Wenn die Temperaturen nur um wenige Grade absinken, erfordern die Immunsysteme einen erhöhten Bedarf an Schutzstoffen, wie insbesondere die Vitamine A (für alle Schleimhäute) und C für Körperzellen. Bereits die erste fröhliche Ausflugsfahrt im offenen Cabrio kann innerhalb weniger Minuten diesen Immunschutz auffressen. Danach beginnt die Hochsaison für die mikrokleinen Krankheitserreger. Erste Schluckbeschwerden, feinste Schmerzempfindungen im Halsbereich, leichte Schwellungen der Drüsenmandeln kündigen die Infektion an. Wenn jetzt nicht unverzüglich Vernunft einkehrt und das Immunsystem aufgebaut wird, ist schon am Abend das Fieber da.
Bakterien und Viren können sich in rasendem Tempo in gewaltigen Kolonien ausbreiten und den ganzen Körper beherrschen. Im Gegensatz zu einer Menschengeneration mit etwa 20 Jahren, pflanzen sich Bakterien nämlich innerhalb Stunden explosiv fort. Wo noch am Vormittag nicht mehr als eine Million Mikroorganismen die Zungenschleimhaut besetzten, können es am Nachmittag schon das 40tausendfache sein. Im erbarmungslosen Konkurrenzkampf greifen Infektionsbakterien dann brutal den gesamten Organismus an.
„Die meisten Menschen werden nicht im Winter, sondern im Frühjahr grippekrank“, sagen die Ärzte. Deshalb gilt: weiterhin warm  und gesund anziehen, Zimmer nicht zu lange lüften, damit Wände nicht zu stark auskühlen. Die warmen Bettfedern lieber noch zwei Wochen länger drauflassen. Und gerade jetzt viel Vitamin C-reiches Obst und Gemüse in den Speiseplan einbauen.