VORSICHT BEI TATTOOS & PI)ERCING
Allerorten kann man sie bewundern: kunstvoll in die Haut gravierte Adler, Löwen oder Orchideen, feinen, in die Haut gepiercten Gold- und Perlenschmuck an Ohren, Nabel, Nase, Lippen, sogar auf der Zunge (unsichtbar bleiben die gesundheitsschädlichen Piercings im Genitalbereich). Tätowierungen und Piercings gehören zum modischen Alltagsbild, doch sind die entsprechenden Risiken zu beachten:
- Sich nur bei einem seriösen Institut einer Behandlung unterziehen. Die Tätowiernadeln, mit denen feinste Tintentropfen in die Haut eingestochen werden, müssen aus versiegelten Packungen stammen. Nach jeder Behandlung muss der Tattoo-Künstler neue Instrumente benutzen, um eine eventuelle Ansteckungsgefahr auszuschließen.
- Nickel- und Messingschmuck können Allergien auslösen. Fragen Sie nach Titanium- bzw. Goldschmuck oder nach einem Metall mit der Bezeichnung Niobum – auch wenn das Piercing dadurch etwas teurer wird.
- Tattoos brauchen Tage, um auszuheilen. Wichtig: entsprechende Stellen regelmäßig mit Seife und warmem Wasser reinigen, anschließend trocken tupfen. Verwenden Sie eine Feuchtigkeitscreme. Mit einem frischen Tattoo niemals gleich ins grelle Sonnenlicht. Vorsicht vor Infektionen.
- Nicht am Schorf oder Grind kratzen, selbst wenn es juckt. Sonst bilden sich gegebenenfalls unansehnliche Narben, die das künstlerische Design der Tätowierung verzerren.
- Bei Piercings von Lippen oder Zunge besteht die Gefahr, dass Zähne leiden, eventuell absplittern. Mundhöhle unmittelbar nach jeder Mahlzeit ausspülen, damit sich keine Entzündungen bilden.
- Etwa ein Drittel aller Piercings führt zu feinen Blutungen oder Entzündungen. Vor allem bei Nabel-Piercings bildet sich unter der Kleidung immer wieder Schweiß, der ein Ausheilen verzögert – oft bis zu einem Dreivierteljahr. Da können sich Bakterien ungehemmt ausbreiten.
Größte Vorsicht beim Anbringen von Ohrschmuck, vor allem im Knorpel des oberen Ohrbereichs. An dieser Stelle gibt es kaum Blutgefäße, deshalb wirken Antibiotika bei einer Infektion nicht. Außerdem kann der empfindliche Knorpel geschädigt werden, sodass sich die Ohrmuschel dauerhaft verformt.
