TROCKENE HAUT
Viele Menschen leiden unter trockener, rissiger Haut. Feuchtigkeitscremes helfen kaum oder gar nicht. Der Grund: Aufenthalt in trockenen, geheizten Räumen. Außerdem verliert der Organismus während der nasskalten Monate ständig wertvolle Biostoffe, wie z.B. ungesättigte Fettsäuren und Schwefel, sowie die für die Haut wichtigen B-Vitamine Biotin und PABA. Erst unmerklich, dann aber immer stärker, trocknet die Epidermis, die äußere Hautschicht, aus. Als Folge davon baut die Haut ihre natürliche schützende Mikroflora aus Säuren, ranzigem Fett, Wasser und Schweiß ab. Freie Radikale greifen Hautzellen an, es bilden sich feinste Risse, in die Bakterien, Viren und Pilzen in großen Kolonien eindringen. Da kann es schnell zu Entzündungen, Blutungen kommen. Dermatologen kennen diese saisonbedingten Symptome nur zu genau: Ekzeme, Juckreiz, bakterielle Hautinfektionen, Akne, Schuppenbildung, Psoriasis.
Normalerweise nimmt die äußere Hornschicht der Haut das Dreifache ihres Gewichts durch Wasser auf, eine gesunde Haut hat demnach ein hohes Eigengewicht. Wenn sie aber erst einmal ausgetrocknet ist, helfen kosmetische Cremes nur sehr kurzfristig. Deshalb schreitet gerade im Winter der Altersprozess der Haut rasch voran. Die gute Nachricht: Wir können unsere Haut gerade jetzt, wo die Sonne höher steht, mit ganz einfachen Mitteln wieder verjüngen.
Was hilft ist viel Bewegung in frischer Luft. Dabei gilt: je feuchter die Luft, desto besser. Unsere Haut liebt – genetisch bedingt – Nässe und Nebel. Ein kräftiger Spaziergang im Regen ist eine Jungkur für unsere Gesichtshaut. Die cholesterinhaltigen Hautzellen brauchen auch Photonen (Sonnenstrahlen), um ihr vitalisierendes Hormonvitamin D zu synthetisieren. Deshalb so oft es geht ans helle Mittagslicht – auch wenn die Sonne gerade nicht scheint.
Was ganz wichtig ist: jetzt Lebensmittel in den Speiseplan einbauen, die reich an ungesättigten Fettsäuren sind, wie z.B. Fisch, Tofu, Oliven, Avocado, Mais und Hülsenfrüchte.
