SALZ STÖRT DEN SCHLAF
Viele Menschen leiden unter Ein- oder Durchschlafstörungen, sie wälzen sich schlaflos im Bett, das Sandmännchen will einfach nicht kommen. Selbst Schlafmittel aller Art, in Form von Pillen, Säften oder Dragees, helfen nicht oder nur bedingt. Dabei hat die Natur den Wach-Schaf-Mechanismus ganz simpel eingerichtet. In jedem von uns steckt quasi das genetische Versprechen erholsamer nächtlicher Schlafphasen.
Der winzige Kippschalter, der uns aus dem Wachzustand ins Träumen versenkt, funktioniert ganz einfach. Nämlich dadurch, dass der Blutdruck geringfügig absinkt. Dies geschieht dadurch, dass sich Gefäße weiten, also etwas mehr Blut in erweiterten Adern versackt. Prompt kommt es zu einem Erschlaffen der Muskelspannung, die Hirntätigkeit lässt nach, ebenso Herz-Kreislaufleistung und Puls – schon beginnt man zu träumen.
Doch leider gibt es Faktoren, die diesen einfachen Mechanismus stören und hemmen, indem sie das Gegenteil bewirken, nämlich Gefäße verengen. Dazu zählt in erster Linie Stress, also z.B. körperliche Tätigkeit oder Sport, vor allem aber auch der mentale Stress in Form von Konflikten, Problemen, Kummer oder Sorgen. Aber ebenso Zigaretten oder Kaffee – da verengt der Organismus Gefäße, damit weniger Giftstoffe wie Koffein, Teer oder Nikotin zu den Körperzellen gelangen können. Besonders gefäßverengend aber wirkt Salz. Unser Kochsalz ist chemisch Natriumchlorid, vor allem das Mineral Natrium erhöht die Gefäßwandspannung sehr stark. Bereits zwanzig Minuten nach einem salzreichen Abendessen verengen sich Adern so sehr, dass der Blutdruck steigt und an ein Einschlafen nicht zu denken ist. Hinzu kommt, dass Natrium viel Wasser bindet, damit das Blutvolumen erhöht, sodass sich nun noch mehr Blut durch die verengten Gefäße quetschen muss. Die Folge: Der Blutdruck steigt weiter an. Die simple Empfehlung an alle Schlafgestörten lautet daher: in der Küche weniger Kochsalz verwenden, Speisen – vor allem abends - lieber mit Kräutern und Gewürzen schmackhaft machen.
