NATÜRLICHER HAUTSCHUTZ
Unsere Haut produziert ihre eigene Feuchtigkeitscreme aus Schweiß, abgeschilferten Schuppen, ranzigem Cholesterin und oxidierten Fettsäuren, in dem sich hautfreundliche Bakterien konzentrieren. Dieser etwas säuerliche und salzhaltige Schutzfilm bildet ein Abwehrbollwerk gegen schädliche äußere Einflüsse, wie z.B. zu starke Sonnenbestrahlung, krankheitserregende Mikroorganismen, Pilze, Parasiten usw. Solange dieser Film intakt ist und sich ständig erneuert, wirkt er wie ein Puffer gegen schädliche Einflüsse, und die Haut trocknet nicht aus.
Doch leider greift so mancher Zeitgenosse in übertriebenem Reinlichkeitswahn jede halbe Stunde zu aggressiven Seifen oder anderen Produkten und schrubbt den wertvollen Schutzfilm von seiner Haut. Der acetongetränkte Wattebausch wird gleich ganz dunkel oder schwarz - irrtümlicher Beweis dafür, dass die Haut dringendst eine gründliche Säuberung gebraucht hat. Doch das Gegenteil ist der Fall. Nun schrillen in den Keratinozyten (den Hautzellen) die Alarmglocken, Schweiß- und Talgdrüsen produzieren in ihrer Not erhebliche Mengen neuer Schutzschmiere. Die natürliche Balance im Wasserhaushalt der Haut entgleist, die Haut ist entweder ständig zu schweißfeucht, oder aber sie trocknet mit der Zeit aus, wird rissig, es kommt zu feinsten Blutungen, möglicherweise zu Hauterkrankungen wie Ekzemen oder Neurodermitis. Auch unsere Haare werden von Keratin-bildenden Zellen der Haarzwiebel produziert, ohne den feinen Schutzfilm auf der Kopfhaut kommt es schnell zu Schuppenbildung, zu Haarausfall, Spliss oder vorzeitig ergrautem Haar..
Moderne Dermatologen empfehlen, Haut und Haar nicht zu häufig zu waschen. Je milder, hautfreundlicher das Reinigungsmittel ist, desto empfehlenswerter. Seifen, Lotionen, Shampoos sollten neutral sein, weder zu ätzend-scharf noch zu basisch-alkalisch. Am besten in der Apotheke beraten lassen.
