KRÄFTIGE KNOCHEN
Der Zustand unseres Skeletts verändert sich von Stunde zu Stunde. Mal sind Knochen härter, dann wieder weicher, je nach Belastung und Ernährung. Bestimmte Zellen bauen verbrauchtes Gewebe ab, während gleichzeitig andere Zellen aus Kalzium, Magnesium und Phosphor neue Knochenmasse bilden. Wer starke, jugendliche Knochen haben möchte, muss also ganz einfach nur dafür sorgen, dass mehr Knochenmatrix entsteht, als im Skelettstoffwechsels abgebaut wird.
Dies funktioniert ganz einfach: Bewegung, Belastung des Skeletts stimuliert den Knochenstoffwechsel, eine an Mineralien reiche Kost regeneriert und verjüngt die Knochen. Dies ist besonders für Frauen wichtig, die nach der Menopause jährlich bis zu zwei Prozent an Knochenmasse verlieren. Moderne US-Osteologen (Knochenforscher) geben Tipps wie man bis ins hohe Alter ein gesundes, kräftiges Skelett haben kann:
- Viel Treppensteigen, jede Stufe erhöht den Druck auf Rückgrat und Beine. Nicht gleich schlappmachen, wenn Muskeln weh tun. Lieber noch das Tempo steigern, Treppen hochspringen, vielleicht jeweils zwei Stufen auf einmal nehmen. Dabei muss man keineswegs Höchstleistungen vollbringen. Es reicht meist schon aus, wenn man Aufzüge und Rolltreppen in Zukunft nur noch abwärts benutzt.
- Täglich etwa zwei mal fünf Minuten Knochentraining daheim: Kniebeugen, Liegestütze oder Jazzdance mit Kopfhörern, also ganz einfach im Zimmer oder auf der Terrasse herumhüpfen. Minihanteln für Hand- und Fußgelenke (gibt`s im Sportgeschäft) erhöhen den Trainingserfolg. Ideal: ein kleines Trampolin im Schlafzimmer oder Hobbyraum aufstellen, auf dem man immer wieder mal wenige Minuten einfache Sprungeinheiten trainiert.
- Die Ernährung soll Kalzium-reich sein, reichlich Milch und Milchprodukte wie Käse, Quark oder Joghurt enthalten. Die besten „Kalzium-Bomben“ sind freilich bestimmte Gemüse wie Sellerie und Kohlrabi oder auch alle Kräuter wie Thymian, Rosmarin, Majoran, Salbei oder Balsamico.
Auf Kalzium-Tabletten aus der Apotheke lieber verzichten. Sie stören die empfindliche Balance mit anderen Knochenmineralien wie Magnesium oder Phosphor, können dem Skelett möglicherweise eher schaden als nutzen.
