GESUNDHEITSTIPPS

 

KARIES VORBEUGEN

Wenn wir uns gesund ernähren, haben Karies-Bakterien in der Mundhöhle keine Chance. Sie werden von Immunsubstanzen im Speichel neutralisiert, können sich nicht zu fäulniserregenden Kolonien ausbreiten. Dann schadet auch hin und wieder eine kleine „Zucker-Sünde“ nicht: der Würfelzucker im Kaffee, mal eine Praline, ein Stück süße Sahnetorte oder ein leckerer Eisbecher. Wehe jedoch, den ganzen Tag über werden Süßes, süße Getränke oder auch Weißmehlprodukte wie Pasta oder Semmeln konsumiert. Dann kann es rasch zum Zahnverfall kommen.
Aus schnell löslichen Zuckerarten entstehen im Mund so genannte Glukane, klebrige Großmoleküle aus Kohlenhydraten, die sich als Plaques fest auf den Zahnschmelz kleben oder bevorzugt in Zwischenräume eindringen. Hier werden sie zur Lieblingsspeise von Bakterien, die sich explosiv vermehren und Säuren ausscheiden, die den Zahnschmelz angreifen. Karies-Bakterien sind richtig intelligent, aus dem Plaque-Rohstoff machen sie auch Fruktane, einen Depotzucker, den sie speichern und mit dem sie nachfolgende Populationen hochpäppeln. Innerhalb von wenigen Stunden oder Tagen können aus einer kontrollierten Minderheit von Streptokokken in der Mundhöhle Trilliarden von tückischen Krankheitserregern werden. Sind bereits Löcher in der Zahnsubstanz enthalten, kann sich das Gebiss innerhalb weniger Wochen zersetzen.
Am besten nur naturbelassene Lebensmittel auf den Tisch, vor allem auf Süßes verzichten. Nach jeder Mahlzeit Zähne gründlich putzen. Und in regelmäßigen Abständen zur Überprüfung zum Zahnarzt. Dann bleibt das Gebiss lange gesund, und wir brauchen Karies nicht zu fürchten.