IMMUNSCHUTZ AUFBAUEN
Bei kalter Witterung haben Erkältungsbakterien und –viren Hochsaison. Sie befallen Schleimhäute im Mund-, Nasen-, Hals- und Rachenraum und breiten sich oft in riesigen Kolonien aus. Die sensiblen so genannten Epithel-Zellen der Schleimhäute wehren sich dagegen mit einem starken Immunsystem, das die kleinen Krankheitserreger abtötet, bevor sie großen Schaden anrichten können. Wenn der Immunschutz aber geschwächt wird, kommt es schnell zur Infektion, oft schon innerhalb einer Stunde. Der Organismus versucht dann, mit Husten, Schnupfen, Schwellungen oder Entzündungen die pathogenen Keime abzutöten und loszuwerden. Weil Bakterien bei höherer Körpertemperatur nur bedingt lebensfähig sind, entwickelt der Körper Fieber, ein Mittel zum Selbstschutz und zur Selbstheilung.
Ist die Erkältung, der grippale Infekt oder das Halsweh erst mal da, dauert es meist mehrere Tage oder gar eine Woche, bis die Symptome abklingen und man wieder gesund wird. Deshalb ist Vorbeugung die wirksamste Waffe: morgens, vor dem eigentlichen Frühstück, eine Orange essen oder den Saft einer Zitrone trinken (aber nicht erhitzen, denn sonst werden die kostbaren Vitamin C-Schutzmoleküle zerstört). Alle roten, blauen, dunkelgrünen, gelben oder orangefarbenen Obst- und Gemüsesorten sind reich an Karotenen, dem besten Schutz unserer Schleimhäute, also z. B. Spinat, Brokkoli, Avocado, Karotten, Beeren bzw. auch exotische Importfrüchte wie Mango oder Papaya.
In diesen Tagen sollte man nicht leicht bekleidet vors Haus (z.B. zum Briefkasten oder zur Mülltonne). Immer fest und warm einpacken, Wollmütze auf den Kopf, den Mantel zugeknöpft. Unterkleidung sollte wärmer sein, denn Bakterien breiten sich auch gern im Nieren- und Blasenbereich aus. Räume nicht zu lange lüften, sonst strahlen die Wände stundenlang Kälte aus. Wärmere Bettwäsche aus dem Schrank holen, denn nachts, im Schlaf, sinkt die Körpertemperatur geringfügig ab. Das Gewebe ist schlechter durchblutet, da haben es Viren, Pilze, Parasiten usw. noch leichter. Und das sollte man doch vermeiden...
