HOHER BLUTDRUCK IM SOMMER
Fast jeder dritte Erwachsene hat zeitweise oder chronisch einen erhöhten Blutdruck oder leidet sogar an Bluthochdruck – dies ganz speziell im Sommer. Risikofaktoren sind Übergewicht, zuviel Stress und häufig auch eine katastrophale Fehlernährung. Fettreiche Kost (in Fleisch, Wurst, Hackfleisch) päppelt die Speckdepots im Bereich von Bauch und Hüften auf. Als Folge davon muss das Herz mehr leisten, um auch noch diese Extrapfunde an Fettgewebe mit Blut zu versorgen – und der Blutdruck steigt. Während die Natur in den nasskalten Wintermonaten den Stoffwechsel von Mensch und Tier eher drosselt und damit den Blutdruck senkt, stimulieren Hormone, wie etwa die der Schilddrüse, aber auch Hochdruckwetter und die hochstehende Sonne unseren Kreislauf.
Bei Stress verengen sich die Gefäße zusätzlich, dann wird das Blut durch dünnere Adern gepresst. So wie bei einem Gartenschlauch mit verengter Öffnung das Wasser mit höherem Druck herausspritzt, erhöht sich bei enggestellten Gefäßen der Blutdruck. Zu allem Übel essen die betroffenen Zeitgenossen auch noch zu salzreich, weil sie der verführerischen Kombination von Fett und Salz erliegen (z.B. in Bratensoßen, Grillhähnchen). Eine einzige salzreiche Mahlzeit kann den Blutdruck innerhalb einer Stunde um 30 Prozent anheben.
Das in unserem Kochsalz enthaltene Natrium erhöht nämlich die Gefäßwandspannung, verengt Adern zusätzlich. Außerdem bindet Natrium Wasser, erhöht somit das Blutvolumen. Was ist die Folge? Noch mehr Blut wird durch noch engere Blutgefäße gepresst. Da kann der Blutdruck rasch in bedenkliche Höhen klettern. Deshalb in der Küche lieber Kräuter und Gewürze verwenden. Ist gesund – und schmeckt auch besser.
