HEUSCHNUPFENSAISON
Alle Jahre wieder leiden viele Menschen an tränenden, geröteten Augen, Nieszwang, Juckreiz in einer oft geröteten, geschwollenen Nase, Benommenheit, Müdigkeit oder Kopfschmerzen. Der Grund: allergische Reaktionen auf Pollen, den Blütenstaub von Gräsern, Sträuchern oder Bäumen. Etwa jeder siebte Erwachsene und besonders Menschen in Städten sind betroffen, je nach Pollenart kann es zu erheblichen Beschwerden kommen, wie z.B. einer chronischen Entzündung der Nasennebenhöhlen, Atemstörungen während des Schlafs, Hörproblemen oder Asthma.
Die meisten Blütenpollen werden vom Wind nicht fortgetragen, sondern von Bienen oder anderen Insekten transportiert. Allergische Symptome verursachen sie nur dann, wenn man in direkten Kontakt mit der betreffenden Pflanze kommt. Gefahr droht eher vom fliegenden Pollenstaub, der überall eindringt, selbst in Wohnungen und Häuser. Das Lymphgewebe produziert Antikörper gegen die in den Schleimhäuten nistenden, eigentlich meist harmlosen Pollenproteine. Diese Antikörper lösen dann manchmal starke Immunreaktionen aus: Blutgefäße weiten sich, das Schleimhautgewebe füllt sich mit Sekreten – damit versucht der Organismus, die lästigen Pflanzensamen möglichst schnell wieder durch Niesen oder im Tränenfluss auszuschwemmen.
Was hilft? Ärzte verschreiben oft so genannte Antihistaminika gegen auftretende Entzündungen. Der beste natürliche und vorbeugende Entzündungshemmer ist freilich Vitamin C, das reich in frischem Obst und Gemüse enthalten ist. Der Saft einer einzigen ausgepressten Zitrone am Vormittag kann die Symptome abschwächen oder den Heuschnupfen ganz fernhalten. Ansonsten gilt: Die Nähe jener Pflanzen oder Bäume meiden, auf deren Pollen man individuell besonders allergisch reagiert, wie z.B. Haselnuss, Weidenkätzchen, Birken oder Ulmen, aber auch Gänseblümchen, Dahlien oder andere Blumen. Regen und Nässe verbessern die Symptome, bei Sonnenschein und Trockenheit verschlimmern sie sich meist.
