HEISSHUNGER NACH SÜSSEM
Vor allem Frauen sind davon betroffen. Typisch: Wenn die Tafel Schokolade schon mal angebrochen ist, führt ein unwiderstehlicher Zwang immer wieder dazu, noch ein Stückchen abzubrechen, und noch eins – bis von der süßen Verführung nichts mehr übrig bleibt. „Ich weiß, es macht dick und ist außerdem ungesund“, heißt es, „aber ohne was Süßes kann ich nicht leben.“
Ursache dieser kleinen Sünden ist ein zu niedriger Blutzuckerspiegel. Gehirn und Nerven brauchen aber diese so genannte Glukose als Energienahrung. Sind die Blutkonzentrationen zu niedrig, stellen sich zwangsläufig eine unerklärliche innere Unruhe, Müdigkeit, Verzagtheit, Pessimismus ein. Oft kommt es dann instinktiv zum Griff in die süße Schublade. Schnell ein Stück Puffreisschokolade, eine Praline, ein Schokowürfel oder Mohrenkopf – schon steigt der Blutzuckerspiegel an, und man fühlt sich besser.
Das Fatale daran ist freilich, dass die Glukose-Werte schon nach einer halben Stunde erneut absinken, meist auf einen noch tieferen Wert als vorher. Und wieder regt sich der Heißhunger nach Süßem...
Was kann man dagegen tun? Experten empfehlen weniger Kohlenhydrate zum Frühstück, keine Marmelade oder Honig, kein Zucker in den Kaffee, sehr wenig Brot, vor allem kein Weißbrot oder Semmeln. Die erste Mahlzeit des Tages sollte eiweißreich sein: 50 Gramm Schafs- oder Ziegenkäse, 1 hartgekochtes Ei, 1 Tomate, 1 Gewürzgurke (jeweils in Scheibchen), 8 Oliven, dazu Salz, Pfeffer, Kümmel, Paprika und etwas Pumpernickel. Wer großen Hunger hat, darf sich noch eine Scheibe kalten Braten, Roastbeef oder Schinken auf den Teller legen. Einfach mal ausprobieren! Den Vormittag über bleibt man vom Heißhunger nach Süßem womöglich verschont.
