GIFTE IM KINDERZIMMER
Nahezu die Hälfte aller Gegenstände in unseren Kinderzimmern ist schadstoffbelastet, sagen Experten. Darunter leiden vor allem Kleinkinder. In seinen ersten sechs Lebensjahren verbringt ein Kind
etwa 15 000 Stunden mit seinem Spielzeug – doch leider
gefährden Kuscheltierchen, Spielzeugautos, Farbstifte oder
Plastikgerät nicht selten die zarte Gesundheit der Kinder.
Viele Plüschteddys und Schmusebärchen werden aus Kunstfasern
hergestellt, die krebsverdächtige Schadstoffe enthalten.
Ähnliches gilt für Knet- und Modelliermassen, Schmelzgranulate
(z.B. zum Backen kleiner Fensterbildchen), bunte Filzstifte
mit bedenklichen Farb- und Konservierungsstoffen, Alleskleber
mit giftigen Lösemitteln oder auch für bunt lackiertes Holzspielzeug,
das mit Schwermetallen belastet sein kann. Überall lauern also
Gefahren für unsere Kleinen – vor allem für deren extrem
empfindliche Schleimhäute. Einmal eingeatmete, beim Kauen
von farbigen Filzbällen abgelutschte Toxine speichern und sammeln
sich im kindlichen Organismus. Das Problem: Immer mehr Spielgerät wird aus asiatischen Ländern importiert, speziell aus China, wo es keine so strengen Vorschriften gibt wie bei uns.
Die Warnung richtet sich in erster Linie an Omas, Opas, Tanten
und Onkel, die den Kleinen natürlich eine Freude bereiten, ihnen
etwas Hübsches mitbringen wollen. Niemand will ja der Gesundheit
der Kinder schaden! Deshalb ist Aufklärung wichtig: Beim Einkauf
im Spielzeugladen nach biologischen Gütesiegeln fragen, vor allem
nach dem CE-Zeichen (Europanorm EN 71), das in EU-Ländern
seit 1990 Vorschrift ist.
