GESUND GRILLEN
Wenn die Barbecue-Saison in vollem Gange ist, brutzelt und duftet es überall verführerisch. Doch Vorsicht: So mancher Leckerbissen vom Grill löst Übelkeit, Durchfall, Darmkrämpfe und sogar Fieber aus. Die Ursache: krankheitserregende Parasiten, die sich speziell in der Sonne explosiv vermehren. Kartoffel- oder Eiersalat, rohe Hackfleisch-Burger oder auch Würstchen frisch aus der Supermarkt-Packung können im Freien innerhalb einer oder zwei Stunden zu wahren „Bakterien-Bomben“ werden. Die Gefahr dabei: Dass Lebensmittel bereits verdorben sind, merkt man nicht unbedingt an Geruch, Geschmack oder Verfärbung. Deshalb hier die wichtigsten Tipps:
- Grillfleisch oder Hähnchen erst auf dem Weg zur Kasse in den Einkaufswagen legen, nicht lange im Kofferraum spazieren fahren, daheim sofort im Kühlschrank deponieren – am besten in Plastiktüten von anderen Lebensmitteln getrennt. Was nicht am selben oder am nächsten Tag gegrillt wird, muss eingefroren werden.
- Kühlbox im Garten oder am See im Schatten abstellen und nicht zu häufig öffnen. Teller und Besteck müssen sauber sein, Nicht bei nur leichter, unzureichender Glut grillen, fertig Gegrilltes unter starker Hitze bereitstellen, Immer daran denken: Bakterien stecken meist nicht im Fleisch, sondern im Blut bzw. in den Säften. Wichtige Regel: kalte Lebensmittel kalt, Gegrilltes heiß halten.
- Vorsicht bei den folgenden Lebensmitteln, sie können Salmonellen und andere Mikroben enthalten: Dressings, Dips, Majonäsen, Tiramisu, selbstgemachtes Speiseeis, Eier, Geflügel, Fisch, Krabben, Hackfleisch, Fleisch-, Wurst- und Geflügelsalat.
- Bei starkem Brechreiz oder Schüttelfrost sofort zum Arzt. Besonders gefährdet sind Kinder, alte Menschen mit geschwächtem Immunsystem und Frauen in der Schwangerschaft.
