DIE LEBER: HAUPTQUARTIER UNSERER GESUNDHEIT
Die Leber wiegt zwischen einem und eineinhalb Kilo, sie ist unser größtes inneres Organ. Wieviele chemische Reaktionen sie pro Stunde durchführt (z.B. mit dem Speichern von Nährstoffen, dem Bau von Enzymen), hat natürlich noch niemand nachgezählt. Es sind aber Trillionen. Ähnlich wie das Herz bleibt die Leber Tag und Nacht unermüdlich fleißig, stets im Dienste unserer
Gesundheit.
Dabei sind die tüchtigen kleinen Hepatozyten, die Leberzellen, sehr empfindlich. Sie opfern sich regelrecht auf, werden dann erneuert. Sie nehmen Giftstoffe auf und speichern sie oder scheiden sie aus, um den Stoffwechsel zu entlasten. Wenn wir zu fett (oder zu süß) essen, speichern sie unablässig Fett, bis sie selbst aufquellen und am Ende fast nur noch aus Fett bestehen. Ärzte sprechen dann von einer Fettleber.
Nicht anders als der Darm wünscht sich unsere Leber gesunde, naturbelassene Kost. Denn auf deren Verwertung ist sie genetisch eingerichtet – seit den Urzeiten menschlicher Existenz vor vielen zigtausend Jahren. Nikotin, Kaffee, Alkohol, Medikamente sind dementsprechend Feinde unserer Leber.
Weil die Leber das Blut entgiftet, nimmt sie ständig ein enormes Blutvolumen auf. 30 Prozent davon strömen aus den Arterien kommend durch die Leber - also frisches, sauerstoffreiches Blut. Der Rest stammt aus den Venen, die das verbrauchte, belastete Blut durch das Lebergewebe schleusen, damit es von allen giftigen, schädlichen Substanzen reingewaschen wird.
Die Leber ist außerdem „hochintelligentes“ Speicherorgan, das Blutwerte an Nährstoffen kontrolliert, Defizite z.B. an Glukose (der kleinsten Einheit der Kohlenhydrate), Vitaminen, Spurenelementen usw. ausgleicht.
