GESUNDHEITSTIPPS

 

CHRONISCH MÜDE?

„Ich fühle mich müde und schlapp, obwohl ich gut geschlafen habe“ – viele Menschen klagen über chronische Müdigkeit, eine neue Modekrankheit. Ursache ist fast immer ein zu niedriger Blutzuckerspiegel, also zu wenig Glukose im Blut. Diesen Energierohstoff aus Kohlenhydraten brauchen Gehirn und Nerven nämlich dringend, um ihre Zellen zu befeuern und uns fit, vital und aktiv zu machen.
Erste Warnzeichen von Hypoglykämie (so nennen Wissenschaftler diesen Zustand) sind eine unerklärliche innere Unruhe, Lustlosigkeit, Verzagtheit. Am Vormittag hat der Alltagsstress dann meist die Glukose-Reserven aufgebraucht – nun folgt die erste Phase mentaler oder körperlicher Erschöpfung. Nach dem Mittagessen und am späten Nachmittag dümpelt der Nervenstoffwechsel erneut dahin, man fühlt sich ausgelaugt, kaputt, pessimistisch.
Ursache sind zuviel Stress sowie eine Mangelernährung mit hellen Mehlprodukten (Semmeln, Weißbrot, Nudeln, Pizza usw.) und Süßem bzw. süßen Getränken. Die darin enthaltene schnell lösliche Glukose schießt ins Blut, dadurch steigt der Blutzuckerspiegel zwar zunächst steil an, Gehirn und Nerven sind kurzfristig mit ihrem Energiefutter versorgt. Doch jetzt pumpt die Bauchspeicheldrüse ihr Hormon Insulin is Blut, das diese Glukose aus dem Blut schnell in Körperzellen einschleust. Die Folge: Der Blutzuckerspiegel rauscht in den Keller – meist auf tiefere Werte als vorher.
Ideal sind Konzentrationen von 85 bis 105 Milligramm Glukose pro Deziliter Blut. Komplexe Kohlenhydrate in Obst, Gemüse, Kartoffeln, Naturreis und Vollkornprodukten sorgen dafür, dass Blutzuckerwerte konstant in diesem so genannten Referenzbereich bleiben. Die in diesen Lebensmitteln enthaltenen Kohlenhydratbausteinchen werden nämlich einem langsamen Prozess aus den Pflanzenzellen im Nahrungsbrei freigesetzt  und durch die Darmschleimhaut ans Blut abgegeben. Am besten also die Ernährung ganz einfach umstellen. Dann schwindet die chronische Müdigkeit von ganz allein.