CHOLESTERIN ZU HOCH?
Viele Menschen ernähren sich gesund und kommen dennoch nicht von ihren hohen Cholesterin-Werten herunter. Die fettähnliche Substanz ist für unsere Gesundheit unerlässlich, für die Produktion von Hormonen, den Aufbau der Zellschutzhüllen, für eine schöne Haut und vieles mehr. Wir nehmen Cholesterin mit der Nahrung ein, unser Stoffwechsel produziert die Substanz im Bedarfsfall aber auch selbst.
Etwa eine Stunde nach einer Mahlzeit steigen Cholesterin-Konzentrationen im Blut steil an, und unsere rund 70 Billionen Körperzellen decken ihren jeweiligen Bedarf. Das überschüssige Cholesterin wird anschließend aus dem Blut entsorgt, durch HDL (High Density Lipoprotein, deutsch: Fetteiweißstoff mit hoher Dichte), das von Wissenschaftlern auch als „gutes“ Cholesterin bezeichnet wird. So mancher Betroffene produziert aber zu wenig HDL in seiner Leber. Als Folge davon sinken Cholesterin-Werte nicht, sondern steigen eher weiter an.
Ursache ist oft ein Mangel an dem „guten“ HDL. Wichtigster Rohstoff dafür ist das fettähnliche B-Vitamin Cholin, Bestandteil der Außenhülle aller HDL-Partikel. Ohne Cholin kann die Leber nur bedingt HDL produzieren, dann zirkuliert weiterhin zuviel LDL-Cholesterin im Blut.
Helfen kann eine 30-Tage-Kur mit Soja-Lezithin (Reformhaus, Bioladen), das bis zu 40 Prozent aus Cholin besteht. Außerdem wichtig: wenig Wurst und fettes Fleisch, vor allem aber keine Geflügelhaut essen, dafür viel Obst, Salat und Gemüse.
