BESSER SCHLAFEN
Weil Schlaf für Regenerierung und Verjüngung von Zellen und Gewebe so wichtig ist, hat die Natur auch ganz einfache Voraussetzungen für süßes nächtliches Träumen geschaffen. Sanftes Ein- und Durchschlafen ist in unsere Gehirnzellen und hormonellen Regelkreise genetisch einprogrammiert – wir dürfen diesen simplen Mechanismus nur nicht stören.
Entscheidend ist die Wach-Schlaf-Schaltung. Im Wachzustand sind wir stressfähig und konzentriert, dementsprechend sind unsere Gefäße verengt. So wie bei einem Gartenschlauch mit verengter Öffnung das Wasser mit höherem Druck heraus schießt, steigt in engen Gefäßen der Blutdruck. In diesem Zustand ist es unmöglich, ein- oder durchzuschlafen. Entscheidend fürs Einschlafen ist nämlich eine geringfügige Weitstellung der Gefäße. Dadurch sinkt der Blutdruck leicht ab – man kippt gewissermaßen in den Schlaf hinein. Abends im Bett müssen wir also lediglich alles meiden, was Arterien verengt.
Jegliche Form von mentalem und körperlichem Stress kontrahiert Gefäße und verhindert ein Einschlafen. Dazu gehört vor allem das Grübeln im Bett, die Beschäftigung mit Sorgen, Problemen, Kummer, Konflikten. Bereits die Überlegung, mit welcher Abfolge von Terminen man die Pflichten des nächsten Vormittags erledigt, verscheucht das Sandmännchen. Auch andere Einflüsse schaden: Salzreiche Kost verengt ebenfalls Adern, erhöht Blutvolumen und Blutdruck, ebenso wie Kaffee oder Zigaretten. Eine eiweißreiche Mahlzeit am späten Abend – z.B. das leckere Pfeffersteak mit Pommes beim Griechen – erhöht die Thermogenesis, die Wärmentwicklung beim oft beträchtlichen Verdauungsaufwand. Besser. kohlenhydratreich und süß essen, z.B. Milchreis mit Honig, Pfannkuchen mit Blaubeermarmelade, Kaiserschmarrn. Da produziert die Bauchspeicheldrüse viel von ihrem Hormon Insulin. Und das erweitert die Gefäße, senkt den Blutdruck leicht ab – ist also der beste Freund unserer nächtlichen Träume.
