GESUNDHEITSTIPPS

 

ARTHRITIS DURCH SPORT

So mancher Zeitgenossen meint, seinem Körper etwas Gutes zu tun, wenn er frühmorgens, gleich nach dem Aufstehen, Hanteln schwingt und Kniebeugen macht. Doch übertriebener Ehrgeiz bei ungenügend durchbluteten Gliedmaßen kann mehr schaden als Nutzen bringen.
Unsere Schulter-, Hüft- oder Beingelenke sind flexible Verbindungen zwischen Knochen, mit denen sie durch kräftig-elastische Bänder aus Bindegewebe verbunden sind. Die Gelenkhöhlen sind durch Knorpel ausgepolstert, so können Knochen nicht aneinander reiben und Schmerzen verursachen. Zusätzlich sind Gelenkhöhlen mit der so genannten Synovial-Flüssigkeit ausgefüllt, der gallertartigen Gelenkschmiere.
Der Stoffwechsel von Knorpeln und Gelenkschmiere wird durch Belastung in Schwung gebracht. Dies allerdings nur, wenn die Gelenkteile gut durchblutet sind, sodass den Zellen ausreichend Nährstoffe wie Vitamine und Mineralsalze zugeführt werden. Nachts, während wir träumen, sind Beine und Arme weniger gut durchblutet, die Neubildung von Gelenkschmiere und Knorpelmasse gedrosselt. Kritisch kann es werden, wenn wir uns nicht warm genug einpacken. Dann können Gelenke Druck und Stöße nicht optimal abfedern, Knorpel reiben aneinander, es kann zu Entzündungen und eingeschränkter Bewegungsfähigkeit kommen.
Morgens am besten keine schweren Lasten schleppen, nicht zu verbissen „sporteln“, lieber erst Gelenke warm massieren und/oder durch sanfte Dehn- und Stretching-Übungen besser durchbluten.